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Im Keller wird’s eng und ungemütlich

2017 03 31 guenzburg.jpgGünzburg II und Ichenhausen bleiben abstiegsbedroht – und langsam gehen die Spiele aus

Es ist nie ein Zeichen grenzenloser Zuversicht, wenn die Tabelle in jedem Gedanken und bei jeder Wortmeldung mitspielt. Genau das aber ist seit Monaten der Fall bei den Handballern des SC Ichenhausen und des VfL Günzburg II. Beide befinden sich zwei Spieltage vor Saisonende in einem Kreis von sechs Mannschaften (also der halben Liga), die den Abstieg aus der Bezirksoberliga unter sich ausmachen. Gar nicht optimal ist es in dieser Situation, Punkte gegen direkte Konkurrenten liegen zu lassen – doch genau so erging es den beiden Teams aus der Region diesmal.

(13:15): Mit viel Wut im Bauch sind die Königsblauen infolge der unglücklichen Derby-Niederlage nach Gersthofen gefahren. Diesmal sollten es zwei Punkte sein – am Ende wurde es einer.

Sein Vorhaben ließ der SCI den Gastgeber spüren, indem er hellwach in die Partie startete und sich schnell einen Zwei-Tore-Vorsprung erspielte. Doch der TSV Gersthofen schaffte es, diesen wettzumachen und die Gastgeber glichen nun mit einer kämpferischen Leistung zum zwischenzeitlichen 8:8 aus. Anschließend ging’s hin und her und nach der Pause waren die Königsblauen bemüht, ihr Zwei-Tore-Polster aufrecht zu erhalten. Dank sehenswerter Treffer des diesmal starken Rückraums mit Thomas Jordan, Felix Hornung und Istvan Walczer gelang dies zunächst auch. Aber zum Ende hin merkte man den Ichenhausenern an, dass sehr viel auf dem Spiel stand. Die Nerven wurden allmählich schwächer. Die Abwehrarbeit war nicht mehr so gut wie zu Beginn der Partie. Hinzu kam, dass man in der Offensive vermehrt schwächelte und die Angriffe nicht mehr konsequent vortrug. Das nutzten die Hausherren, die plötzlich 27:26 führten. Doch dank Max Schubert, der nach zwei Spielen Pause wieder sein Trikot überstreifte, konnte der SCI einen wichtigen Ball abfangen und anschließend den Ausgleich erzielen. Je ein Tor später war der Endstand erreicht.

SC Ichenhausen Laumer, Schwab, Miethsam, T. Hornung (3), Schössler (2), Walczer (7), Jordan (4), Schubert (5), F. Hornung(4), M. Hornung (1), Matthes (2), Englet, Unger

Lange Gesichter bei Ichenhausen

Der SCI und Günzburgs Zweite schenken sich im Derby nichts. Das Spiel bleibt spannend bis zum Schluss. Am Ende entscheidet ein Aufstiegsheld

2017 03 22 guenzburgDer SCI und Günzburgs Zweite schenken sich im Derby nichts. Das Spiel bleibt spannend bis zum Schluss. Am Ende entscheidet ein Aufstiegsheld

Es war ein sehenswertes und spannendes Derby, das die Spieler des SC Ichenhausen und die zweite Mannschaft des VfL Günzburg sich in der Handball-Bezirksoberliga lieferten. Hätten nicht zeitgleich die Günzburger Bayernliga-Handballer gespielt, hätte wohl noch der ein oder andere Zuschauer mehr seinen Weg nach Ichenhausen gefunden. Die, die da waren, sahen eine hart umkämpfte, aber stets faire Partie, die bis zum 31:32-Endstand alle Facetten des Handball-Sports aufzeigte.

Beide Teams waren sich der Bedeutung des Spieles bewusst. Der VfL bot sechs A-Jugendliche auf, von denen vier für den Einsatz auf ihr allerletztes Punktspiel im Jugendbereich gegen den Alt-Rivalen HC Erlangen verzichten mussten. Und auch Ichenhausens Trainer Patrick Müller ließ seine Farben nicht hängen und schnürte seine Handballschuhe. Das Duell mit dem Landkreis-Nachbarn war den Verantwortlichen offenbar wichtig.

Zunächst war das Derby sehr ausgeglichen. Bis zum 7:7 konnte keiner im Publikum voraussehen, wie dieses Spiel im Nichtabstiegskampf ausgehen würde. Immer wieder im Fokus stand der starke SCI-Torwart Niklas Schwab. Obwohl er in der vergangenen Saison noch als Rückraumspieler im Einsatz war, zeigte er im Tor der Heimmannschaft ein starkes Spiel. Dann formierte sich die Günzburger Deckung besser, über ein 7:10 ging es mit 11:14 in die Pause. Entschieden war da aber noch nichts.

Zwar schien der VfL bis zum 12:18 zügig auf der Siegerstraße zu fahren. Besonders Jakob Hermann und Lukas Rembold zeigten, was sie in jungen Jahren schon so alles draufhaben. Doch SCI-Routinier Istvan Walczer fand Spaß am Derby und packte ordentliche Rückraumkracher aus. Eine Überzahlsituation nützen die Königsblauen zu einem 4:0-Lauf. Das Spiel war beim 24:24 wieder komplett offen. Das Günzburger Trainergespann Kees/Jekel setzte nun auf die offensive VfL-Jugenddeckung. Der quirlige Patrick Müller und der Ex-Günzburger Nico Matthes waren aber auch damit nicht in den Griff zu bekommen. Es stand 30:30, dann 31:31. Es war ein herrliches Derby, beide Teams hätten den Sieg verdient gehabt. Dann war es ein Günzburger Routinier, der die Begegnung jäh entschied. Unnachahmlich schraubte sich der letztjährige Bayernliga-Aufstiegsheld Christian Geiger auf Rechtsaußen hoch und versenkte die wichtigste Wurfchance im Spiel. Zwar bekam der SCI noch einmal den Ball, der Ausgleichstreffer sollte aber nicht mehr fallen.

Der heiße Nichtabstiegstanz geht für beide Teams aber weiter. Der VfL ist aktuell Siebter mit 13:25 Punkten. Der SCI ist Zehnter mit 12:26 Punkten. Letzter ist der TSV Bobingen mit 11:29 Punkten. Es wäre sehr schade, wenn das Landkreis-Derby in der kommenden Saison nicht mehr im schwäbischen Oberhaus stattfinden würde. Mit der Einstellung von Samstag wären beide Teams locker im Mittelfeld. (zg)

SC Ichenhausen Laumer, Schwab; Miethsam, T. Hornung (5), Lindner (1), Walczer (6), Jordan (1), F. Hornung (2), M. Hornung (2), Matthes (5/2), Müller (5), Englet, Unger (4)

VfL GünzburgII Mendle, Guckler (2), Schüller (3), Hermann (8/3), Geiger (2), Thieringer (1), Schmid, Märkl (2), Jahn (1), Rennert (6/2), Rathgeber (1), Rembold (4), Walter (2), Ziegler

Ichenhausen geht mit Rückenwind ins Derby

2017 03 16 kissingDer SC kommt nach Fehlstart stark zurück

25:21 (9:10) Die Königsblauen begannen die Partie gegen den Tabellenfünften SC Kissing vor heimischen Publikum mit einem buchstäblichen Fehlstart. Es waren gerade einmal vier Minuten gespielt in der Franziska-Ziehank-Halle, da sah sich das Trainergespann Steck/Müller beim Stand von 0:3 schon gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Lautstark versuchte Steck, sein Team einzustellen, leider erfolglos. Der Rückraum des SC Kissing war nicht zu halten und bombte weitere zwei Distanztore ins Tor des SCI. Beim 0:5 brachte sich Coach Müller selbst ins Spiel und Niklas Schwab nahm seine Arbeit im Tor auf. Dieser Plan war der Richtige, Müller lenkte das Spiel, die Abwehr begann zu wirken und Schwab hielt einige sichere Treffer. Zur Halbzeit stand es dann 9:10 aus Sicht des SC.

Nach der Pause knüpften die Königsblauen an ihre Leistung an, die Abwehr stand und die Kissinger verzweifelten am starken Keeper. So stand es dann in der 50. Minute 20:20. Schwab legte im Tor nochmals zu und vernagelte es regelrecht, den Gästen aus Kissing gelang in den verbleibenden zehn Minuten nur noch ein einziges Tor, während der SC insgesamt fünf Mal einnetzte. An Ende gingen die Königsblauen mit einem verdienten 25:21 in die Kabine. (zg)

SC Ichenhausen Schwab, Prünstner (Tor); T. Hornung (3) , F. Hornung (3), Lindner, Jordan (3), Matthes (7/4) , Walczer (3), Miethsam (1), Müller (3), Englet (2)

Rückschlag im Abstiegskampf

Einmal deutlich, einmal knapp: Günzburg und Ichenhausen gehen leer aus

2016 02 23 lauingenSC Ichenhausen 26:25 (14:8)

Die Abstiegsangst nimmt im Ichenhauser Lager nach der hauchdünnen 25:26-Niederlage gegen die HSG Lauingen-Wittislingen wieder zu. Dabei wollte die Mannschaft genau diese Situation verhindern und gegen den Gegner punkten. Der SCI steht nämlich nun auf Platz zehn und damit hinter der HSG, die vor dem Spiel mit nur einem Punkt hinter den Gästen aus Ichenhausen platziert war.

In der ersten Halbzeit hatten die Königsblauen in diesem wichtigen Spiel, Schwierigkeiten den Rhythmus aufzunehmen. Die Gegner waren frischer und schneller auf den Beinen als die Gästetruppe, die diesmal nur von Tobias Steck gecoacht wurde, da Patrick Müller verhindert war. Ein weiteres Problem war die Effizienz im Abschluss. Die Ichenhauser Handballer scheiterten nämlich mehrmals am stark parierenden Torhüter oder warfen die Bälle über das Tor. Deshalb ging man mit einem 14:8 Rückstand in die Kabine.

Die zweite Spielhälfte verlief deutlich besser. Mit einer kämpferischen Leistung und einem starken Marcel Prünstner im Tor kam der SCI Schritt für Schritt heran und glich mit Anbruch der Schlussviertelstunde zum 20:20 aus. Nun merkte man, dass die Spieler von der HSG Lauingen-Wittislingen nervös wurden und sie deshalb vermehrt Passfehler oder Schrittfehler produzierten. Aber die Gäste konnten von den individuellen Fehlern ihrer Gegner nicht profitieren, da sich diese spektakuläre Aufholjagd nun in der Physis bemerkbar machte. Es blieb dennoch spannend, da der SCI in den Schlussminuten den Zwei-Tore- Rückstand nochmals wettmachen konnte. Aber das reichte nicht aus. Die Gastgeber konnten wenige Sekunden vor Schluss den Ichenhauser Torhüter Prünstner noch einmal überwinden. Bester Werfer war beim SCI erneut Istvan Wlaczer, der mit neun Treffern seine aktuelle Hochform wieder unter Beweis stellte.

SC Ichenhausen Schwab, Prünstner, Miethsam (1), T. Hornung (5), Lindner, Schößler, Walczer (9), Jordan (3), Schubert, F. Hornung (1), M. Hornung (1), Matthes (3), Unger (2)

Zurück im Sog des Abstiegskampfs

SC Ichenhausen - TSV Aichah 24:25 (11:14)

Mit ein wenig mehr Konsequenz wäre was drin gewesen für die Königsblauen, so aber gingen die Bezirksoberliga-Handballer des SC Ichenhausen trotz guten Spiels leer aus.

Beide Seiten kämpften um jeden Ball und lieferten sich ein knappes Rennen. Beim SCI riss Spielmacher Max Schubert das Spiel an sich und suchte mit hohem Tempo das Tor. Routinier Istvan Walczer brachte immer wieder den Youngster Nico Matthes am Kreis in Aktion, dem prompt vier Tore gelangen. Allerdings war das Ganze ein bisschen zu verspielt und so gingen die Gäste langsam, aber sicher klar in Führung. 12:17 hieß es bereits, ehe die Königsblauen wieder ins Spiel zurückfanden. Fortan schmolz der Rückstand merklich. Dann der Knackpunkt: Beim 20:21 (45.) musste der SCI-Spielmacher wegen einer Verletzung das Feld verlassen. Von da an kam der SCI nicht mehr an den Gast heran.

SC Ichenhausen Schwab, Laumer; T. Hornung (3), F. Hornung, Lindner (2), Jordan (2), Schubert (7/4), Matthes (4), Trenkenschuh (1), Walczer (2), Miethsam, M. Hornung (1), Unger (2), Müller

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