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Das Warten auf die anderen

Es gibt Hintertürchen für die Ichenhauser

Es ist wie (fast) immer im Hallenhandball: Die Saison ist beendet – und das lange Warten beginnt. Die Tabellenpositionen weisen nämlich vor allem in Abstiegsfragen oft genug nur ein „höchstwahrscheinlich“ aus. Im Fall der Bezirksoberliga Schwaben ist fürs Erste nur gewiss, dass Schlusslicht HSG Lauingen-Wittislingen runter muss. Für den normalerweise abgestiegenen Vorletzten SC Ichenhausen dagegen könnte sich noch ein Hintertürchen öffnen.

, müssen die beiden Bezirksoberliga-Letzten HSG Lauingen-Wittislingen und SC Ichenhausen in die Bezirksliga hinab. Von dort sollen drei Mannschaften nach oben kommen. Zwei sind klar – TSV Niederraunau II und VSC Donauwörth. Da die beiden Nächstplatzierten (Schwabmünchen II und Aichach II) nicht aufsteigen dürfen, muss die Bezirks-Spielleitung nach sportlichen Gesichtspunkten entscheiden, ob der Tabellenfünfte SV Mering aufsteigen darf. Sollten die Funktionäre das verweigern, könnte der SC Ichenhausen als Vorletzter in der Bezirksoberliga bleiben.

, erwischt es den TSV Friedberg III zusätzlich zu den beiden Tabellenletzten der Bezirksoberliga; selbst dann könnte aus Ichenhauser Sicht der eingangs erwähnte „Fall Mering“ greifen.

, können die Ichenhauser nicht einmal mehr auf eine Entscheidung am grünen Tisch hoffen. Dann müsste zusätzlich noch der TSV Gersthofen runter. Die Gersthofer haben unter den punktgleichen Teams VfL Günzburg II, TSV Bobingen und TSV Gersthofen den direkten Vergleich verloren.

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Dramatisches Ende des Dinos

2017 04 10 schwabmuenchenIchenhausen kassiert eine Klatsche und steigt wohl aus der Bezirksoberliga ab. Günzburg II bleibt dagegen sicher drin

Ichenhausen kassiert eine Klatsche und steigt wohl aus der Bezirksoberliga ab. Günzburg II bleibt dagegen sicher drin

Dramatisches Ende für die Königsblauen: Nach der Packung beim neuen Vizemeister TSV Schwabmünchen landet der SC Ichenhausen auf dem vorletzten Platz der Handball-Bezirksoberliga. Der Liga-Dino muss nun höchstwahrscheinlich den Gang ins schwäbische Unterhaus antreten (Ausnahmen siehe Das Warten auf die anderen). In der höchsten Spielklasse des Bezirks bleibt dagegen der VfL Günzburg II. Der Heimsieg zum Rundenabschluss ist allerdings Gold wert für die Weinroten.

Auf ein Handball-Wunder hatte man im Lager der Königsblauen gehofft, doch letztlich konnte das chronisch auswärtsschwache Team (nur zwei Punkte in dieser Runde) lediglich in der Anfangsphase mit den motivierten Gastgebern mithalten. Ab dem 7:5 schaltete Schwabmünchen gegen ersatzgeschwächte Königsblaue (Felix Hornung und Istvan Walczer fehlten) einen Gang höher und machte aus dem Zwei-Tore-Vorsprung ein 19:8 zur Halbzeitpause. Zuschauer und Spieler wussten zu diesem Zeitpunkt, dass die Partie entschieden war; zu groß war die Dominanz der Hausherren. Die Erkenntnis spiegelte der Verlauf der zweiten Halbzeit auf dem Spielfeld. Die Offensive war nicht mehr so energisch wie gewohnt und auch die Abwehrarbeit vernachlässigten die Ichenhauser. Als Folge liefen die Schwabmünchner Gegenstöße fast nach Belieben. Entsprechend früh begannen schon während der Begegnung die Feierlichkeiten beim Vizemeister, bei dem der langjährige Trainer Holger Hübenthal seinen Abschied feierte.

Für die Verantwortlichen des SC Ichenhausen gilt es nun, klaren Kopf zu behalten und das Team für die Bezirksliga neu zu formieren. Trainer Tobias Steck bleibt den Ichenhausern nach eigener Aussage erhalten. Sein Co-Trainer Patrik Müller und Kreisläufer Nico Matthes verlassen die Königsblauen dagegen; beide werden beim HRW Laupheim in der Württembergliga aktiv. Für den scheidenden Torwart Niklas Schwab, den es aus beruflichen Gründen nach Frankfurt zieht, muss ebenfalls ein Ersatz gefunden werden. (zg)

SC Ichenhausen Prünstner, Schwab; Miethsam (1), T. Hornung (6), Lindner (2), Schößler, Jordan (4), Schubert (4), Dirr (1), M. Hornung, Matthes, Englet (1)

Hoffen auf das königsblaue Wunder

2017 04 05 goeggingenBezirksoberligist Ichenhausen hat schlechte Karten im Kampf um den Klassenerhalt

Geisterstunde in der Franziska-Ziehank-Halle. Schon seit Saisonbeginn sitzt das Abstiegsgespenst den Königsblauen im Nacken. Nach dem 28:32 gegen Göggingen ist ein Entkommen für den SC Ichenhausen kaum noch möglich. Nächste Woche treten die Königsblauen vermutlich zum letzten Mal in der Handball-Bezirksoberliga an. Sie müssen auf ein Wunder hoffen.

In Sachen Klassenerhalt weiterhin nichts entschieden ist auch aus Sicht der Günzburger Reserve. Die Situation der Weinroten hat sich nach dem 27:24 im Kellerduell beim TSV Gersthofen allerdings vorentscheidend verbessert.


(17:17): Motiviert traten die Ichenhauser gegen den Drittplatzierten an und versuchten, Druck aufzubauen. Pech gleich im ersten Angriff: Robert Schössler traf von Rechtsaußen den Pfosten, den Abpraller griff sich Tobias Hornung und pfefferte von Linksaußen ebenfalls an den Posten. Aber der SCI stellte sich der Aufgabe und kämpfte gut im Angriff. Die Abwehrreihen waren jedoch nicht gut sortiert.

Gut gestärkt kamen beide Mannschaften zur zweiten Halbzeit zurück. Der SCI war voll da, erkämpfte sich einen Drei-Tore-Vorsprung (45.). Von da an hauchte das Abstiegsgespenst dem TSV nochmals Mut ein. Das Spiel wandelte sich, der Gast dominierte fortan und der SCI ließ sich vollkommen aus dem Konzept bringen. Mehrfach freie Würfe auf das Tor wurden nicht verwandelt, teilweise nutzte der Gastgeber den Platz zwischen der Latte und der Hallendecke – es war wie verhext. Der TSV nutzte im Gegenzug seine Chancen, zog zunächst gleich und gewann am Ende klar.

SC Ichenhausen Schwab, Laumer; T. Hornung (4) , Schössler (1), F. Hornung (2), Lindner, Jordan (7), Matthes (4), Walczer (3), Miethsam, Müller (5/3), Englet, Schubert (2), M. Hornung

Im Keller wird’s eng und ungemütlich

2017 03 31 guenzburg.jpgGünzburg II und Ichenhausen bleiben abstiegsbedroht – und langsam gehen die Spiele aus

Es ist nie ein Zeichen grenzenloser Zuversicht, wenn die Tabelle in jedem Gedanken und bei jeder Wortmeldung mitspielt. Genau das aber ist seit Monaten der Fall bei den Handballern des SC Ichenhausen und des VfL Günzburg II. Beide befinden sich zwei Spieltage vor Saisonende in einem Kreis von sechs Mannschaften (also der halben Liga), die den Abstieg aus der Bezirksoberliga unter sich ausmachen. Gar nicht optimal ist es in dieser Situation, Punkte gegen direkte Konkurrenten liegen zu lassen – doch genau so erging es den beiden Teams aus der Region diesmal.

(13:15): Mit viel Wut im Bauch sind die Königsblauen infolge der unglücklichen Derby-Niederlage nach Gersthofen gefahren. Diesmal sollten es zwei Punkte sein – am Ende wurde es einer.

Sein Vorhaben ließ der SCI den Gastgeber spüren, indem er hellwach in die Partie startete und sich schnell einen Zwei-Tore-Vorsprung erspielte. Doch der TSV Gersthofen schaffte es, diesen wettzumachen und die Gastgeber glichen nun mit einer kämpferischen Leistung zum zwischenzeitlichen 8:8 aus. Anschließend ging’s hin und her und nach der Pause waren die Königsblauen bemüht, ihr Zwei-Tore-Polster aufrecht zu erhalten. Dank sehenswerter Treffer des diesmal starken Rückraums mit Thomas Jordan, Felix Hornung und Istvan Walczer gelang dies zunächst auch. Aber zum Ende hin merkte man den Ichenhausenern an, dass sehr viel auf dem Spiel stand. Die Nerven wurden allmählich schwächer. Die Abwehrarbeit war nicht mehr so gut wie zu Beginn der Partie. Hinzu kam, dass man in der Offensive vermehrt schwächelte und die Angriffe nicht mehr konsequent vortrug. Das nutzten die Hausherren, die plötzlich 27:26 führten. Doch dank Max Schubert, der nach zwei Spielen Pause wieder sein Trikot überstreifte, konnte der SCI einen wichtigen Ball abfangen und anschließend den Ausgleich erzielen. Je ein Tor später war der Endstand erreicht.

SC Ichenhausen Laumer, Schwab, Miethsam, T. Hornung (3), Schössler (2), Walczer (7), Jordan (4), Schubert (5), F. Hornung(4), M. Hornung (1), Matthes (2), Englet, Unger

Lange Gesichter bei Ichenhausen

Der SCI und Günzburgs Zweite schenken sich im Derby nichts. Das Spiel bleibt spannend bis zum Schluss. Am Ende entscheidet ein Aufstiegsheld

2017 03 22 guenzburgDer SCI und Günzburgs Zweite schenken sich im Derby nichts. Das Spiel bleibt spannend bis zum Schluss. Am Ende entscheidet ein Aufstiegsheld

Es war ein sehenswertes und spannendes Derby, das die Spieler des SC Ichenhausen und die zweite Mannschaft des VfL Günzburg sich in der Handball-Bezirksoberliga lieferten. Hätten nicht zeitgleich die Günzburger Bayernliga-Handballer gespielt, hätte wohl noch der ein oder andere Zuschauer mehr seinen Weg nach Ichenhausen gefunden. Die, die da waren, sahen eine hart umkämpfte, aber stets faire Partie, die bis zum 31:32-Endstand alle Facetten des Handball-Sports aufzeigte.

Beide Teams waren sich der Bedeutung des Spieles bewusst. Der VfL bot sechs A-Jugendliche auf, von denen vier für den Einsatz auf ihr allerletztes Punktspiel im Jugendbereich gegen den Alt-Rivalen HC Erlangen verzichten mussten. Und auch Ichenhausens Trainer Patrick Müller ließ seine Farben nicht hängen und schnürte seine Handballschuhe. Das Duell mit dem Landkreis-Nachbarn war den Verantwortlichen offenbar wichtig.

Zunächst war das Derby sehr ausgeglichen. Bis zum 7:7 konnte keiner im Publikum voraussehen, wie dieses Spiel im Nichtabstiegskampf ausgehen würde. Immer wieder im Fokus stand der starke SCI-Torwart Niklas Schwab. Obwohl er in der vergangenen Saison noch als Rückraumspieler im Einsatz war, zeigte er im Tor der Heimmannschaft ein starkes Spiel. Dann formierte sich die Günzburger Deckung besser, über ein 7:10 ging es mit 11:14 in die Pause. Entschieden war da aber noch nichts.

Zwar schien der VfL bis zum 12:18 zügig auf der Siegerstraße zu fahren. Besonders Jakob Hermann und Lukas Rembold zeigten, was sie in jungen Jahren schon so alles draufhaben. Doch SCI-Routinier Istvan Walczer fand Spaß am Derby und packte ordentliche Rückraumkracher aus. Eine Überzahlsituation nützen die Königsblauen zu einem 4:0-Lauf. Das Spiel war beim 24:24 wieder komplett offen. Das Günzburger Trainergespann Kees/Jekel setzte nun auf die offensive VfL-Jugenddeckung. Der quirlige Patrick Müller und der Ex-Günzburger Nico Matthes waren aber auch damit nicht in den Griff zu bekommen. Es stand 30:30, dann 31:31. Es war ein herrliches Derby, beide Teams hätten den Sieg verdient gehabt. Dann war es ein Günzburger Routinier, der die Begegnung jäh entschied. Unnachahmlich schraubte sich der letztjährige Bayernliga-Aufstiegsheld Christian Geiger auf Rechtsaußen hoch und versenkte die wichtigste Wurfchance im Spiel. Zwar bekam der SCI noch einmal den Ball, der Ausgleichstreffer sollte aber nicht mehr fallen.

Der heiße Nichtabstiegstanz geht für beide Teams aber weiter. Der VfL ist aktuell Siebter mit 13:25 Punkten. Der SCI ist Zehnter mit 12:26 Punkten. Letzter ist der TSV Bobingen mit 11:29 Punkten. Es wäre sehr schade, wenn das Landkreis-Derby in der kommenden Saison nicht mehr im schwäbischen Oberhaus stattfinden würde. Mit der Einstellung von Samstag wären beide Teams locker im Mittelfeld. (zg)

SC Ichenhausen Laumer, Schwab; Miethsam, T. Hornung (5), Lindner (1), Walczer (6), Jordan (1), F. Hornung (2), M. Hornung (2), Matthes (5/2), Müller (5), Englet, Unger (4)

VfL GünzburgII Mendle, Guckler (2), Schüller (3), Hermann (8/3), Geiger (2), Thieringer (1), Schmid, Märkl (2), Jahn (1), Rennert (6/2), Rathgeber (1), Rembold (4), Walter (2), Ziegler

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